Warum wir uns mit Mobilität beschäftigen

Mobilität im alpinen Raum gezielt weiterentwickeln

Das Mobilitätsbedürfnis wächst. Veränderte Lebens- und Arbeitsmodelle sowie die besonderen Anforderungen eines alpinen Lebensraums verändern, wie und warum Menschen unterwegs sind.

Für Südtirol bedeutet das: Mobilität muss anders gedacht werden als in Großstädten. Lösungen für Seitentäler, ländliche Gebiete, urbane Zentren und stark frequentierte Verkehrsachsen brauchen differenzierte Ansätze.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen vier Handlungsfelder rund um die touristische Mobiliät: Anreisemobilität, Mobilität vor Ort, Radmobilität und Besuchermanagement. 

Unsere Handlungsfelder

Anreisemobilität
Mobilität vor Ort
Radmobilität
Besuchermanagement

Nachhaltig ankommen

Die Bahn als Schlüssel zur klimafreundlichen Anreise

Die Anreise mit der Bahn soll gezielt gestärkt werden, um Emissionen zu reduzieren und Südtirol nachhaltig erreichbar zu machen. Ziel ist es, den Bahnanteil bei Gästen von derzeit rund 7 % auf 25 % bis 2032 zu erhöhen.

Dieses Vorhaben steht im engen Zusammenhang mit infrastrukturellen Entwicklungen wie der Inbetriebnahme des Brenner-Basistunnels sowie mit gezielten Marketing- und Kooperationsmaßnahmen im Bereich Bahnanreise. IDM Südtirol arbeitet dafür mit Bahnunternehmen wie Trenitalia und der Deutschen Bahn zusammen. Die langjährige Partnerschaft mit der Deutschen Bahn bildet die Grundlage für gemeinsame Marktauftritte und Kommunikationsmaßnahmen.

Nachhaltige Anreise

Beispiele und Projekte

Weihnachtszug & Gewinnspiel

Mit dem Weihnachtszug und dem begleitenden Gewinnspiel zu den „Original Südtiroler Christkindlmärkten“ setzen wir gezielt Anreize für eine klimafreundliche Anreise. Die Initiative verbindet nachhaltige Mobilität mit emotionalen Erlebnissen und stärkt die Wahrnehmung der Bahnanreise.

Kampagnen zur Bahnanreise

Saisonale Kampagnen – etwa im Herbst und Frühjahr – rücken die Anreise mit der Bahn bewusst in den Mittelpunkt. Sie zeigen attraktive Verbindungen auf und machen deutlich, wie einfach, bequem und nachhaltig Südtirol mit dem Zug erreichbar ist.

Anreise-Widget

Das Anreise-Widget kann von Partnern und Interessierten einfach in die eigene Website integriert werden und sorgt für transparente, verlässliche Anreiseinformationen. Im Fokus: nachhaltige Anreise & Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Vor Ort unterwegs

Zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Ziel ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und nachhaltige Alternativen wie Fußwege, Radverkehr und den öffentlichen Nahverkehr gezielt zu stärken. 

Unterkünfte und touristische Betriebe unterstützen wir mit einer Kommunikations-Toolbox. Ein weiteres zentrales Instrument ist der landesweit eingeführte Südtirol Guest Pass. Die Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten werden durch uns im Rahmen der Mobilitätsumfrage laufend analysiert und weiterentwickelt.

Der aktuelle Modal Split  – also die Verteilung aller Fahren in Südtirol auf Bahn, Auto und andere Verkehrsmittel – sowie die Zielwerte werden regelmäßig im Rahmen der Mobilitätsstrategie des Landes Südtirol überprüft und von Eurac Research im Rahmen des Klimaplan-Monitoring Südtirol veröffentlicht.

 

Mobilität vor Ort

Beispiele und Projekte

Südtirol Guest Pass

Der Südtirol Guest Pass ermöglicht Gästen die Nutzung des öffentlichen Verkehrs während ihres Aufenthalts. Seit Anfang 2025 ist der Südtirol Guest Pass nur mehr als digitaler Pass erhältlich. Ein Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Die Nutzung ist somit noch einfacher und bequemer. Das niederschwellige Angebot ist für viele Gäste ausschlaggebender Grund, das Auto, während ihrem Aufenthalt stehen zu lassen und stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Kommunikations-Toolbox Mobilität

Mit der Toolbox zur nachhaltigen Mobilität stellt IDM touristischen Betrieben praxisnahe Materialien zur Verfügung. Sie unterstützt dabei, Mobilitätsangebote verständlich zu kommunizieren und Gäste für nachhaltige Alternativen zu sensibilisieren.

Radmobilität weiterentwickeln

Radfahren als Baustein der Mobilitätsstrategie

Südtirol verfügt über rund 560 Kilometer ausgewiesene Radwege. Ziel ist es, dieses Netz qualitativ weiterzuentwickeln und seine Sichtbarkeit in der Gästekommunikation zu erhöhen, um Radfahren als attraktive Mobilitätsform weiter zu stärken.

Wir arbeiten aktiv in der Arbeitsgruppe des Landes sowie im technischen „Radtisch“ mit und bringen unser touristisches Know-how ein. Dabei verknüpfen wir Alltags- und Freizeit-Radmobilität stärker und stärken die Zielgruppe freizeitorientierte Radgäste durch gezielte Kampagnen sowie durch die Zertifizierung radfreundlicher Betriebe im Rahmen des Qualitätslabels „Bett+Bike“. Zudem unterstützen wir Destinationen bei der Entwicklung von Radrouten und Radservices.

Radmobilität

Beispiele und Projekte

ADFC Bett+Bike-Zertifizierung

Die ADFC Bett+Bike-Zertifizierung zeichnet Unterkünfte aus, die definierte Qualitätskriterien für radreisende Gäste erfüllen. Wir haben die Zertifizierung 2021 in Südtirol eingeführt und zertifizieren fahrradfreundliche Unterkünfte gemeinsam mit unseren Partnern. Sie definiert verbindliche Kriterien für fahrradfreundliche Unterkünfte. Das Netzwerk umfasst über 120 Betriebe und stärkt Südtirol als radfreundliche Destination.

Kommunikation zur Radmobilität

Durch Fachbeiträge und gezielte Kommunikationsmaßnahmen wird das Thema Radmobilität kontinuierlich weiterentwickelt und sichtbar gemacht wie zum Beispiel auf TourisMUT. Ziel ist es, Radfahren als selbstverständlichen Bestandteil nachhaltiger Mobilität zu etablieren.

Erfolgreiches Besuchermanagement

Natur schützen. Erlebnisqualität sichern.

Einige Orte in Südtirol erreichen zu bestimmten Zeiten ihre Belastungsgrenzen. Das wirkt sich auf Natur, Bevölkerung und Gäste gleichermaßen aus. Ein wirksames Besuchermanagement hilft, diese Herausforderungen aktiv zu steuern.

Ziel ist es, sensible Natur- und Lebensräume zu schützen, Besuchsspitzen zeitlich und räumlich besser zu verteilen und die regionale Wertschöpfung ausgewogen zu gestalten. Die Maßnahmen werden jeweils an die regionalen Gegebenheiten angepasst und in enger Abstimmung mit lokalen Akteuren umgesetzt.

Besuchermanagement

Beispiele und Projekte

Besucherlenkung am Pragser Wildsee

Am Pragser Wildsee wurden gezielte Maßnahmen eingeführt, um Natur und Infrastruktur zu entlasten. Dazu zählen Zufahrtsregelungen, ein strukturiertes Parkplatzmanagement sowie eine aktive Besucherlenkung. Grundlage sind geltende Verordnungen und laufende Monitoring-Daten, die eine kontinuierliche Anpassung ermöglichen.

Mobilitätswidget

Anreise leicht gemacht! Mit dem Widget „Anreise Announcements“ stellen wir Partnern und Interessierten aktuelle Informationen zum Thema Mobilität zur Verfügung. Das Widget ist kostenlos und die Informationen werden laufend von IDM aktualisiert. Folgende Themen werden angeboten: bequeme und nachhaltige Anreise nach Südtirol, Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol, nachhaltige Erreichbarkeit von Wanderzielen und der Dolomitenpässe, Vorteile der sanften Mobilität in Südtirol, Nutzung der Transfer-Services in Südtirol. Die Inhalte sind in mehreren Sprachen verfasst und können somit für alle Märkte verwendet werden. Gäste können die eigene Reise besser planen, sich in Südtirol besser fortbewegen und Wartezeiten, Verkehr, Stress und Parkkosten vermeiden.

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